Forschungsinteresse:
⦁ Statistische Physik
⦁ Theorie der weichen Materie
⦁ Multiskalen-Modellierung
⦁ Selbstorganisation im Nichtgleichgewicht
⦁ Theorie der Polymere
Wir erforschen die statistische Physik komplexer Materialien, mit besonderem Schwerpunkt auf weicher Materie und biologisch inspirierten Systemen. Die Forschung an weicher Materie ist von Natur aus interdisziplinär und verbindet Physik, numerische Mathematik, Chemie, Materialwissenschaften und Biologie. Weiche Materialien begegnen uns überall – von Seife und Kunststoffen bis hin zu Gummi und lebendem Gewebe – und ihr Verhalten wird oft stärker durch subtile kollektive Effekte bestimmt als von den Eigenschaften einzelner Moleküle. Die Frage, wie sich solche Materialien organisieren, auf Stimuli reagieren, und zeitlich entwickeln, ist nicht nur wissenschaftlich faszinierend. Antworten darauf zu finden ist auch entscheidend für die Entwicklung neuer Materialien und Technologien.
Wir interessieren und besonders für weiche Grenzflächen inklusive Membranen, sowie auf Strukturbildung in polymeren und suprapolymeren Materialien im Gleichgewicht und Nicht-Gleichgewicht. Unsere Arbeit zielt darauf ab, systematische Verbindungen zwischen mikroskopischen Wechselwirkungen und mesoskaliger Organisation herzustellen. Dazu verwenden wir eine Kombination aus partikelbasierten Simulationen, Vergröberungs-Strategien und feldtheoretischen Ansätzen.
Wissenschaftliche Aktivitäten & Dienst an der Gemeinschaft
⦁ Sprecherin des Sonderforschungsbereichs (SFB) TRR 146 („Multiskalen-Simulationsmethoden für Systeme der weichen Materie„)
⦁ Stellvertretende Sprecherin des Graduiertenkollegs GRK 2516 („Strukturbildung weicher Materie an Grenzflächen„)
⦁ Mitglied der Steering Committees des SFB 1551 und des Mainzer Instituts für Multiskalenmodellierung (M3ODEL)
⦁ Mitglied des Gutenberg-Forschungskollegs
⦁ Vertrauensdozentin der DFG an der JGU Mainz
⦁ Vertrauensdozentin des Evangelische Studienwerk Villigst
⦁ Senior Editor des Journal of Physical Chemistry
Friederike Schmid studierte in Deutschland Physik an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg, an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München und an der Johannes Gutenberg-Universität (JGU) in Mainz. Sie erhielt ihr Diplom in Physik 1989 an der LMU (Betreuer: Johann Peisl), promovierte 1991 an der JGU (Betreuer: Kurt Binder) und habilitierte sich in theoretischer Physik an der JGU im Jahr 1997. Im Jahr 2000 wurde sie als Juniorgruppenleiterin (C3-Ebene) an das Max-Planck-Institut für Polymerwissenschaften berufen, dann als Professorin (C4) an die Universität Bielefeld. Im Jahr 2009 wechselte sie nach Mainz, um den Lehrstuhl für „Statistische Physik und Theorie der weichen Materie“ zu übernehmen. Seit 2026 ist sie RMU Co-affiliiert mit der TU Darmstadt. Internationale Forschungsaufenthalte umfassen eine Postdoc-Zeit 1992-1994 bei Michael Schick an der University of Washington, eingeladene Forschungsaufenthalte an der UNAM in Mexiko (2000) und dem Institut Laue Langevin in Grenoble (2005) sowie Sabbaticals an der UCSB Santa Barbara (2007-2008) und an der University of Cambridge (2013).
| 1985-1989 | Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes |
| 1989-1991 | Stipendium des Landes Rheinland-Pfalz, Deutschland |
| 1992-1994 | Postdoktorandenstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) |
| 1998 | Gerhard-Hess-Preis der DFG |
| 1998 | Heisenberg-Stipendium der DFG |
| 2004 | Karl Peter Grotemeyer-Preis für hervorragende Lehre der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft |
| 2010-2020 | Seniormitglied der Gutenberg-Akademie der JGU |
| 2016 | „Outstanding Referee“ der American Physical Society |
| 2021 | Lehrpreis der JGU |
| 2022 | Fellow der American Physical Society |
| X. Chen et al: Dilute but dense – Reversible crosslinking enables water-rich (bio)molecular condensates, Adv. Science (2026), doi: 10.1002/advs.202519636 |
| J. Lehnen et al: Simulation insights into the assembly of polyplexes for RNA delivery, Biomacromolecules 26, 12, 8465 (2025). |
| M. Giannakou et al: Strong stretching theory of polydisperse curved brushes, J. Chem. Phys. 161, 014903 (2024). |
| X. Yao et al: Scalable approach to molecular motor-polymer conjugates for light-driven artificial muscles, Adv. Materials 36, 2403514 (2024). |
| M. Jung et al: Stability of branched tubular membrane structures, Phys. Rev. Lett. 130, 148401 (2023). |
| F. Schmid: Polymere verstehen und modellieren: Die Herausforderung der verschiedenen Skalen, ACS Polymers Au 3, 28 (2023). |
| V. Klippenstein et al: Introducing memory in coarse-grained simulations, J. Phys. Chem. B 125, 4931 (2021). |
| F. Schmid: Physical mechanisms of micro- and nanodomain formation in multicomponent lipid membranes, BBA 1859, 509 (2017). |
- Alireza Foroozani Behbahani
- Xinxiang Chen
- Jafar Cheraghalizadeh
- Le Qiao
- Yannick Witzky
- Paul Sonek
- Kyra Klos
- Kay Hofmann
- Mephin Philip Alamcheril
- Jonas Lehnen (mit G. Settanni, Bochum)
- Diego Veloza Diaz (mit N. Forero Martinez)
- Nobuhiko Akino
- Guido Germano
- Andreas Degenhard
- Alexey Polotsky
- David Cheung
- Xuehao He
- Hans Behringer
- Giovanni Settanni
- Liangshun Zhang
- Jiajia Zhou
- Shuanhu Qi
- Sriteja Mantha
- Bing Li
- Andreas Werner
- Christoph Stadler
- Frank Ferdinand Haas
- Harald Lange
- Claire Loison
- Nguyen Hoang Phuong
- Dominik Düchs
- Olaf Lenz
- Martin Streek
- Beate West
- Jens Smiatek
- Sebastian Meinhardt
- Stefan Medina Hernando
- Stefan Dolezel
- Johannes Heuser
- André Kesser
- Simon Kessler
- Stephan Köhler
- Christoph Scherer
- Giang Thi Vu
- Gerhard Jung
- Maike Jung
- Jeanine Shea
- Rodrique Badr
- Anastasios Sourpis
- Jude Vishnu
- Marios Giannakou