Johannes Gutenberg-Universität Mainz > Fachbereich 08 > Physik > Für Unternehmen
Das Institut für Physik der Johannes Gutenberg-Universität bietet viele Anknüpfungspunkte für Unternehmen: Von magnetischen Sensoren bis hin zur Nanostrukturierung haben Unternehmen die Möglichkeit, von den hochmodernen Einrichtungen der Universität zu profitieren. Darüber hinaus arbeitet das Institut für Physik bei der Entwicklung neuer Technologien mit verschiedenen Firmen zusammen (Global Players wie Samsung, Analog Devices Infineon sowie lokale Partner wie Sensitec, um nur einige zu nennen).
Die Universität ermöglicht und unterstützt auch die Unternehmensgründung durch junge Wissenschaftler*innen durch unser Startup Center und erleichtert Lizenzierungsprozesse durch das Büro für Forschung und Technologietransfer der Universität.
Wir bieten verschiedene Dienstleistungen für Unternehmen an. Eine Übersicht finden Sie hier:
Magnetische Sensoren gewinnen in verschiedenen Anwendungen wie dem autonomen Fahren, der Gesundheitsfürsorge und der Robotik an Bedeutung, da sie wesentliche Eigenschaften berührungslos und verschleißfrei messen können. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Bielefeld und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz entwickeln integrierte Magnetsensoren, die eine lineare, hysteresefreie Reaktion auf alle drei Komponenten eines externen Feldes zeigen. Außerdem wollen wir den Entwicklungsprozess solcher Sensoren erheblich beschleunigen.
Zu diesem Zweck kombiniert das Forschungslabor „Mikroelektronik Bielefeld und Mainz für Magnetfeldsensorik“ theoretische Modellierung mit modernen Dünnschichttechnologien mit Dickengenauigkeiten weit besser als eine einzelne Atomschicht und komplexen Methoden zur Bestimmung der Sensoreigenschaften. Dazu werden umfassende und komplementäre Methoden für die Präparation von Dünnschichtsystemen, deren Charakterisierung hinsichtlich struktureller und magnetischer Eigenschaften sowie für die Untersuchung der Sensoreigenschaften eingesetzt.
Im ForLab MagSens entwickeln wir neuartige, robuste und dedizierte magnetische Sensoren für die Automatisierung/Industrie 4.0 und weitere Anwendungsbereiche unter Verwendung moderner Konzepte in der Material- und Dünnschichtforschung, wie z.B. integriertes Computational Materials Engineering und maschinelles Lernen. Unser Schwerpunkt liegt auf dem Riesen- und Tunnelmagnetowiderstand als Sensorprinzipien und dem Upscaling von Forschungsergebnissen auf industriekompatible Dünnschichtabscheidungssysteme auf 200 mm-Wafern.
Weitere Informationen finden Sie auf den nachfolgend verlinkten Websites:
Das Physikalische Institut der Johannes Gutenberg-Universität betreibt mehrere Abscheidungssysteme, die das Wachstum von Epitaxieschichten auf speziellen Substraten sowie die Abscheidung auf Standardwafern ermöglichen. Das leistungsfähigste Abscheidungssystem ist eine Singulus Rotaris Sputteranlage. Sie erlaubt die Installation von 18 verschiedenen Kathodenmaterialien und sorgt für eine homogene Abscheidung auf Wafern mit einer Größe von bis zu 200 mm. Die Abscheidung kann sowohl auf beheizten Substraten als auch in einem Magnetfeld erfolgen, das entweder die magnetischen Eigenschaften homogenisieren oder eine bevorzugte Magnetisierungsrichtung während der Abscheidung einprägen kann. Die Kontrolle der Schichtdicke liegt im Subangstrombereich und die Abscheidungen sind äußerst reproduzierbar. Das Kosputtern von bis zu 4 Kathoden ist möglich, und Gleichstrom- und Hochfrequenz-Sputterverfahren ermöglichen die Abscheidung von leitenden und isolierenden Schichten. Zusätzlich zum Standard-Argon-Gasflusskanal können separate Sauerstoff- und Stickstoffkanäle für das reaktive Sputtern verwendet werden. Die 200-mm-Wafer werden in eine Schleusenkammer in einer Reinraumumgebung geladen und die Abscheidung erfolgt vollautomatisch von Kassette zu Kassette. Kleinere Wafer können über Trägerwafer gehandhabt werden.
Das Institut für Physik der Johannes Gutenberg-Universität betreibt einen Reinraum mit Photolithographie und Elektronenstrahllithographie. Wir können Dünnschicht-Nanostrukturen entweder mit maskenloser Projektions-UV-Lithographie (Durham Microwriter) oder Elektronenstrahllithographie strukturieren. Die optische Projektionslithographie ist sehr vielseitig für Strukturgrößen im Mikrometerbereich. Die höchste Auflösung unter 100nm wird mit der 30kV Elektronenstrahllithographie von Raith erreicht.
Die Abteilung für kondensierte Materie am Institut für Physik ist mit modernsten Geräten zur Materialcharakterisierung ausgestattet. Alle Arten von elektrischen Transportmessungen, von Gleichstrom bis Hochfrequenz, können bei niedrigen bis hohen Temperaturen und mit hohen Magnetfeldern bis zu 17T durchgeführt werden. Für die magnetische Charakterisierung setzen wir ein SQUID-Magnetometer und die Kerr-Mikroskopie ein, und für die Strukturanalyse verwenden wir Röntgenmethoden und Rastersondenmethoden wie AFM und SEM. Eine Liste unserer Ausrüstung finden Sie unter:
Das Startup Center der Johannes Gutenberg-Universität Mainz unterstützt Startups und Spin-Off-Unternehmen durch folgende Maßnahmen:
- Workshops, Vorträge und Veranstaltungen zum Thema
- Informationen über Finanzierungsmöglichkeiten
- Netzwerkplattformen über futury (die Zukunftsfabrik) und YES (Young Entrepreneurs in Science)
Weitere Informationen über das Startup Center finden Sie hier:
Verschiedene Startups und Unternehmen wurden von Mitgliedern des Physikalischen Instituts der JGU gegründet, darunter:
Die Surface Concept GmbH produziert Flugzeitspektrometer (ToF) und parallel abbildende Elektronenmomentmikroskope (mit ToF oder hemisphärischem Energiefilter) auf der Basis einer patentierten Elektronenoptik.
Skalierbares Quantencomputing wird vielen industriellen und akademischen Forschungs- und Entwicklungsbemühungen völlig neue Möglichkeiten eröffnen, vergleichbar mit dem Aufkommen integrierter Schaltkreise im 20 Jahrhundert.
In unseren Labors entwickeln wir Technologien, die in einem breiten Spektrum von Anwendungen eingesetzt werden können, von der magnetischen Sensorik bis zum Quantencomputing. Diese Technologien können über das Büro für Forschung und Technologietransfer der Universität lizenziert werden:
Wir halten eine Reihe von Patenten und haben Technologien entwickelt, die in den folgenden Bereichen lizenziert werden können:
- Speichertechnologien
- Magnetische Logik
- Magnetische Abtastung
- Quantensensorik
- Quantencomputer
Wenn Sie interessiert sind, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf, um weitere Einzelheiten zu erfahren.
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